Betriebliche Altersvorsorge - Speziell für Gesellschafter-Geschäftsführer "GGF"

Direktversicherung

Was ist eine Direktversicherung?

Die Direktversicherung ist eine Rentenversicherung, die der Arbeitgeber auf das Leben des Arbeitnehmers (GGF) abschließt. Die Finanzierung kann durch den Arbeitgeber (arbeitgeberfinanzierte Versorgung), den Arbeitnehmer (Entgeltumwandlung) oder von beiden Parteien durchgeführt werden. Rechtswirksam wird die betriebliche Altersvorsorge (bAV) im Durchführungsweg der Direktversicherung durch eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. Das wird im Rahmen einer arbeitsrechtlichen Vereinbarung durchgeführt. Versicherungsnehmer und Beitragszahler ist der Arbeitgeber. Die versicherte Person ist der Arbeitnehmer*in. 

Welche Leistungen können an die Bezugsberechtigten vereinbart werden?

-    Altersrente
-    Berufsunfähigkeitsrente
-    Erwerbsminderungsrente
-    Hinterbliebenenrente
        - Witwen-/ Witwerrente
        - Waisenrente

Zu Altersrentenbeginn ist auch eine einmalige Kapitalzahlung möglich. Hierbei sollten die steuerlichen Auswirkungen bekannt sein. Zusätzlich besteht bei vielen Versicherern die Möglichkeit, bei Vertragsbeginn eine garantierte Rentensteigerung in Höhe von 1% bis 3% zu vereinbaren. 

Besonderheiten im Überblick

Steuerliche Aspekte: 

-    Steuerfreie Beiträge bis 8% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West - Stand 2020 – 82.800 EUR)
-    Sozialversicherungsfreie Beiträge bis 4 % der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West)
-    gegebenenfalls beitragspflichtige Leistungen im Rentenbezug

Beim Arbeitgeber:

-    Die Beiträge – auch bei einer Entgeltumwandlung – stellen Betriebsausgaben da
-    Minimaler Verwaltungsaufwand
-    Keine Bilanzberührung – keine Rückstellungsbildung
-    Mitarbeiterbindung 

Beim Arbeitnehmer:

-    Besteuerung der Leistung erfolgt erst bei Auszahlung – mit einem in der Regel dann niedrigeren Steuersatz 
-    Lebenslange Altersrente 
-    Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenleistungen sind möglich
-    Versorgungsleistungen aus Entgeltumwandlung sind von Beginn an unverfallbar
-    Arbeitgeberwechsel – kein Problem

Der Arbeitnehmer kann seine Direktversicherung vom neuen Arbeitgeber weiterführen lassen, oder eine Übertragung des Deckungskapitals durchführen sowie den Versorgungsvertrag privat weiterführen. Auch eine Freistellungen der Beiträge ist möglich. 

Wichtige Hinweise für den Gesellschafter Geschäftsführer:

1.   Vor Abschluss einer arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge sollte eine Gesellschafterversammlung mit Gesellschafterbeschluss durchgeführt werden. 
2.  Der Gesellschafter Geschäftsführer sollte vom § 181 BGB befreit sein. 
3.  Ab Beginn der Versorgung sollte der versicherte Person ein unwiderrufliches Bezugsrecht ohne Vorbehalt eingeräumt werden.

Grundsätzlich bei Statuswechsel beachten:

Bei einem Statuswechsel sollte immer eine bestehende Versorgungszusagen hinsichtlich der Insolvenzsicherung, Bezugsrecht und Verpfändung überprüft werden. 

Szenario: Sollten Sie als Angestellter im gleichen Unternehmen in eine Geschäftsführerposition oder in einem Konzern von einem Geschäftsführerposten auf einen anderen wechseln unterliegen Sie in den meisten Fällen nicht mehr dem Schutz des Betriebsrentengesetzes. Es wird dringend empfohlen, den Insolvenzschutz im neuen Dienstvertrag zu regeln.   

Gleiches gilt auch für die Einräumung von Bezugsrechten und 
Pfandrechten (OLG Stuttgart, 16.06.2016, 7 U 35/16).

Unser zweistufiges Vorsorgemodell

Gerade bei neu gegründeten GmbHs  ist ein sicherer Gewinn nicht vorhersehbar. Langfristige Verbindlichkeiten zum Aufbau der betrieblichen Altersversorgung empfehlen wir daher in einem zweistufigen Vorsorgemodell umzusetzen. 


Stufe 1: Im ersten Schritt sollte man im Rahmen der versicherungs-förmigen Durchführungswege die steuerlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen. Das betrifft die Direktversicherung, die Pensionskasse oder den Pensionsfonds. Der Gesetzgeber hat dafür klare Regelungen geschaffen. Damit legen Sie sich den ersten Grundstein für Ihre Versorgungsleistung. 

Stufe 2: Spätestens 5 Jahre nach Firmengründung sollte eine Analyse zur Einrichtung und Implementierung der nächsten Vorsorgestufe durch-geführt werden. In Sonderfällen und im Zuge einer Finanzamtsanfrage kann eine kürzere Wartezeit erreicht werden. Grundsätzlich empfehlen wir, gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Steuerberater / Wirtschaftsprüfer dieses Vorsorgemodell hinsichtlich der Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu besprechen.



 

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Unterstützungskasse

Was ist eine Unterstützungskasse?

Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung mit dem Zweck, Versorgungsleistungen an die Mitarbeiter*in eines oder mehrere Arbeitgeber zu erbringen. Die Arbeitgeber sind Trägerunternehmen und entrichten die hierfür erforderlichen Zuwendungen zum Aufbau der Versorgungsleistung an die Unterstützungskasse. 

Die Unterstützungskasse unterliegt nicht der Aufsicht durch die BaFin und gewähren keinen Rechtsanspruch auf Ihre Leistungen. Allerdings hat der Arbeitnehmer gleichwohl einen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistung. Die Zuwendungen durch den Arbeitgeber an die Unterstützungskasse sind in § 4d EStG geregelt. Man unterscheidet pauschal dotierte und rückgedeckte Unterstützungskassen. 

Rückgedeckte Unterstützungskasse 

Die Vorteile einer rückgedeckten Unterstützungskasse liegt in der unbegrenzten Dotierung im Rahmen der steuerlichen Leistungsgrenzen und im Rahmen der Angemessenheit der Höhe der Altersversorgung. Die rückgedeckte Unterstützungskasse ist Bilanzneutral beim Trägerunternehmen und hat keinen Einfluss auf Ratings nach Bilanzkennzahlen. Zwingend erforderlich sind fortlaufend, gleich bleibend oder steigende Beiträge durch das Trägerunternehmen an die Unterstützungskasse. 

Hinweise für den Gesellschafter-Geschäftsführer

Für die steuerliche Anerkennung der Unterstützungskassenzusage gelten spezielle Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen gilt es vor Umsetzung und Implementierung der Unterstützungskassenzusage zu prüfen. Wir empfehlen Ihnen zur Vermeidung einer verdeckten Gewinnausschüttung unbedingt den Rat durch einen Experten im Fachbereich der betrieblichen Altersvorsorge in Verbindung mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.  
 
Wichtige Punkte die es u.a. zu beachten gilt:

-    Für die Unterstützungskassenzusage muss eine betriebliche Veranlassung bestehen.
-    Sie muss schriftlich erteilt worden sein.
-    Der Rechtsanspruch des Versorgungsberechtigten muss Gültigkeit haben.
-    Es darf kein steuerschädlicher Vorbehalt vorliegen. 
-    Privatrechtlicher Insolvenzschutz sollte beachtet werden.
-    Kürzung Höchstbetrag Vorsorgeaufwendungen
-    Vererbbarkeit (nur „enge“ Hinterbliebenen möglich) 
-    Angemessenheit der Gesamtausstattung

Vorteile beim GGF für den Durchführungsweg Unterstützungskasse?

-    Kein Bilanzausweis
-    Hohe Versorgungen über die Unterstützungskasse möglich, d.h. keine Grenzen bei der steuerlichen Dotierung (im Rahmen der Angemessenheit und Leistungshöchstgrenzen)
-    Kongruente Rückdeckung bedeutet ausfinanzierte Versorgung
-    Keine Belastung nachfolgender Generationen 
-    i.d.R. keine Probleme bei der Nachfolgeregelung oder Verkauf des Unternehmens
-    Privatrechtlicher Insolvenzschutz

Die UK ist ein hervorragender Durchführungsweg für den Gesellschafter Geschäftsführer. Gerne führen wir mit Ihnen und Ihrem Steuerberater/Wirtschaftsprüfer ein Gespräch, wie Sie Ihre betriebliche Altersvorsorge optimal umsetzen können. 


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Pensionszusage

Was ist eine rückgedeckte Pensionszusage?

Die Direktzusage ist eine Verpflichtung des Unternehmens, dem Arbeitnehmer und/oder dessen Hinterbliebenen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses laufende oder einmalige Versorgungsleistungen aus eigenen Mitteln des Unternehmens zu zahlen. Die Direktzusage kann durch eine Rückdeckungsversicherung abgesichert werden. 
 
Sofern vereinbart können folgende Versorgungsleistungen an die Bezugsberechtigten erbracht werden:

-    Altersrente (auch vorgezogen, wenn vereinbart)
-    Kapitalleistung
-    Berufsunfähigkeitsrente
-    Erwerbsminderungsrente
-    Hinterbliebenenrente
        - Witwen-/ Witwerrente
        - Waisenrente

Zusätzlich besteht bei vielen Versicherern die Möglichkeit, bei Vertragsbeginn eine garantierte Rentensteigerung in Höhe von 1% bis 3% zu vereinbaren. 

Für die steuerliche Anerkennung der Pensionszusage gelten spezielle Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen gilt es vor Umsetzung und Implementierung der Rückdeckungsversicherung zu prüfen. Wir empfehlen Ihnen zur Vermeidung einer verdeckten Gewinnausschüttung unbedingt den Rat durch einen Experten im Fachbereich der betrieblichen Altersvorsorge in Verbindung mit Ihrem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.
   
Wichte Punkte die es u.a. zu beachten gilt:

-    Für die Direktzusage muss eine betriebliche Veranlassung bestehen.
-    Sie muss schriftlich erteilt worden sein.
-    Der Rechtsanspruch des Versorgungsberechtigten muss Gültigkeit haben.
-    Es darf kein steuerschädlicher Vorbehalt vorliegen. 
-    Privatrechtlicher Insolvenzschutz
-    Kürzung Höchstbetrag Vorsorgeaufwendungen
-    Vererbbarkeit
-    Angemessenheit der Gesamtausstattung

Besonderheiten im Überblick:

-    Versorgungsleistungen können als lebenslange Altersrente oder als Kapitalzusage zugesagt werden
-    Hohe Versorgungsleistungen insbesondere für Gesellschafter Geschäftsführer sowie Fach- und Führungskräfte
-    Zusage und Absicherungen einer garantierten Rentensteigerung während der Rentenbezugsphase möglich

Für den Arbeitgeber

-    Auslagerung der Versorgungsrisiken
-    Die Beiträge stellen Betriebsausgaben da (auch bei Entgeltumwandlung)
-    Bilanzielle Rückstellungen sind erforderlich

Für den Arbeitnehmer

-    Steuerfreie Einzahlungen über die Grenzen des § 3 Nr. 63 EstG hinaus möglich
-    Lebenslange Altersrenten


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bAV - Management

Full Service für Ihr betriebliches Versorgungswerk

Die Betreuung und Verwaltung der betrieblichen Altersvorsorge in Ihrem Unternehmen erfordert einen klaren Überblick. Die damit einhergehenden Prozesse binden wertvolle Kapazitäten. Wir entlasten Ihre Personalabteilung durch Controlled Selective Outsourcing (CSO) auf Basis der speziell für uns entwickelten Software iOS24. 

iOS24 ist unsere zentrale, internetbasierte Verwaltungsplattform, mit der wir alle anfallenden Aufgaben rund um die betriebliche Altersvorsorge für Sie übernehmen. Über unser Kunden-Service-Portal erhalten Sie jederzeit Einblick in bestehende Verträge, Korrespondenz und Formulare. Ihr Zugang in unser System erfolgt über eine geschützte SSL-Verbindung. 

Die Daten werden in einem externen Rechenzentrum gespeichert. Unser Controlled Selective Outsourcing ist für Sie transparent und sicher.

 

Ihre Vorteile: 

- Effizientes, internetbasiertes Vertragsmanagement  

- Umfassende Kontrollmöglichkeiten

- Nachhaltige Optimierung Ihrer Kostenstrukturen  

- Entlastung Ihrer Ressourcen  
 

Unabhängig. Transparent. Effektiv

Die Kernkompetenzen unserer Beratungsleistung liegen im Aufbau der betrieblichen Altersvorsorge für die Geschäftsleitung sowie für die Mitarbeiter*innen in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wir sind als Versicherungsmakler an keine Versicherungsgesellschaft gebunden. Die von uns angebotenen Versicherungen sind auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Mandanten abgestimmt. Gerne stehen wir Ihnen für Rückfragen in unserem Büro in Lampertheim oder in Ihrem Unternehmen zur Verfügung. 

Sich als Kunde in Versicherungsangelegenheiten von einem Makler betreuen zu lassen, ist eine mehr als vernünftige Entscheidung. Als Versicherungsmakler sind wir ausschließlich unseren Kunden verpflichtet. Kein Versicherungsunternehmen nimmt Einfluss darauf, wie wir Sie beraten und welche Produkte wir Ihnen empfehlen. Denn wir stehen auf der Seite des Kunden und nicht auf der des Versicherers. Diese Freiheit ermöglicht es uns, den gesamten Markt zu überblicken und geeigneten Versicherungsschutz anbieten zu können. 

Unser bAV-Managemnt wickelt für Sie die anfallenden Aufgaben der betrieblichen Altersvorsorge ab. Sie haben damit keine Arbeit und können Ihre Resourcen dem Unternehmen widmen. Durch unser bAV-Management haben Sie den kompletten Überblick der betrieblichen Versorgungszusagen. 
 

Experten beraten Experten
 

Das Institut of Financial Consulting (iofc) in Berlin, wurde 2003 von namhaften Wissenschaftlern und Fachleuten aus der Finanzwirtschaft gegründet. Ziel des Instituts in Berlin ist es, Forschung und Lehre in der Finanzwirtschaft auf einer neuen Qualitätsebene zusammenzuführen. Auf der qualitätsorientierten Seite setzt das IOFC bereits heute entscheidende Maßstäbe in der Qualifikation von Honorarberater. 

Als erster deutscher Abschluss setzt er den eindeutigen Schwerpunkt in der Unternehmensberatung zur betrieblichen Altersversorgung. Zielgruppe dieses Premiumlehrganges sind professionelle Finanzberater, die sich von der klassischen Produktvermittlung zur Unternehmensberatung in der bAV weiterentwickeln wollen. Dabei verliert sich das Lehrgangskonzept nicht in den andernorts üblichen Grundlagenthemen sondern konzentriert sich auf die wesentlichen Erfordernisse.



 

Mit Gepr. Unternehmensberater bAV (iofc) verleiht das IOFC hochqualitative Abschlüsse. Das IOFC vergibt den Titel nur auf Antrag an nachweislich qualifizierte bAV Berater, die die CPP Prüfung vor dem Prüfungsträger der Berlin Brandenburgischen Wirtschaftsakademie (bbw) mit Erfolg bestanden haben. Der Titel wird grundsätzlich auf Lebenszeit vergeben. 

Herr Dieter Krämer hat den Titel im Jahre 2006 erhalten.